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NORDIC - DIVE U - 711 und BLACK WATCH |
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![]() © Zeichnung Chris König
an "Haakon Adalstein"
an "U-711"
an "Black Watch"
Fotos © OM - Olaf Müller |
Eine Idee ist im November 2006 in Offersøy entstanden. Wir, das sind Mitglieder im Norway-Team-Frank, wollten an einem U-Boot tauchen. Olli hatte vorab recherchiert und im November 2006 sahen wir uns in Harstad und Kilbotn um. Hier im Norden von Norwegen war bereits tiefster Winter und es war unmöglich, zu akzeptablen Preisen jemand zu finden, der uns zu „U-711“ und der „Black Watch“ bringen konnte, bzw. wollte. So beschlossen wir, viele Informationen zu sammeln und dann doch andere Wracks zu betauchen. Wie gesagt es war Winter, d.h. Schnee, Eis, Schneeverwehungen. Das „D/S Karmøy“, der dt. Zerstörer „Herrmann Künne“ und die „JU 52“ waren interessante Tauchziele. So wurde die „Expedition U-711“ auf den Sommer 2007 vertagt. Während der Messe in Düsseldorf „boot 2007“ stellten wir unsere Expedition vor und konnten auf reges Interesse stoßen. Nun galt es, alles vorzubereiten, um dann endlich im Juni 2007 den Weg nach Kilbotn anzutreten. Die Tauchgenehmigung lag vor, denn ohne diese ist es verboten, an den Wracks in Kilbotn zu tauchen. Ein geeignetes Basisschiff war gechartert, die „Sjøblomsten“ sollte uns den geeigneten Platz bieten. Ein Teilnehmer war mit dem Flieger von Frankfurt über Oslo nach Evenes unterwegs. Dank der gefallenen Flugpreise, waren 310,00 € nicht teuer. Immerhin kostete diese Strecke 2004 noch über 700,00€. Ein Teilnehmer kam mit PKW zu mir nach Høvåg Hyttegrend/Kristiansand, wo wir dann gemeinsam die 1700km bis nach Offersøy fahren mussten. Endlich im Basisstandort Offersøy angekommen, wurde die Ausrüstung zusammengestellt und die ersten Tauchgänge am „D/S Karmøy“ und dem Hurtigrutenschiff durchgeführt. Anhand von Details, einem Besuch im Hurtigrutenmuseum, sind wir der Meinung, es handelt sich um das ehemalige Hurtigrutenschiff „Harald Jarl“ oder „Haakon Adalstein“. Für die Teilnehmer waren es nicht die ersten TG’s in Norwegen, jedoch die ersten in dieser nördlichen Region. Beeindruckend, so die Aussagen. Nun ging es endlich nach Harstad, wo wir an Bord von „Sjøblomsten“ gingen. Schnell waren die Kojen verteilt, der Tag besprochen, Sauerstoff verladen und es konnte losgehen. Eine weitere 4er Gruppe vom Bodensee wurde unterwegs noch eingesammelt und dann machten wir an der schon vorab gesetzten Boje über „U-711“ fest. Eine Überraschung hatte ich noch parat. Durch die Voraborganisation, konnte ich einen Spezialisten gewinnen, der mit seinem ROV uns das U-Boot vorab auf dem Monitor zeigte. Alle waren begeistert und nun ganz gespannt, was in Wirklichkeit dort unten in 50m wartete.
Die erste Gruppe hatte die Aufgabe, dass Ankerseil ein wenig zu versetzen und wenn möglich am Turm zu befestigen. Für die folgenden TG’s war es somit einfacher, von der Mitte in die eine oder andere Richtung zu tauchen. Immerhin standen Dekozeiten an und das bei Wassertemperaturen von 4 Grad in 50m und auf den Dekostufen von 8 Grad. Wir folgen dem Bojenseil und tauchen hinab in die Tiefe. Bei 40m kommt ein Schwarm großer Pollack vorbei. Immer noch nichts zu sehen. Bei 45m sind endlich die ersten Konturen zu erkennen. Sichtweiten von 5-7m lassen uns nur Umrisse erahnen. So beschränkte ich meine TG’s im Turmbereich. Kompasshalterung, Periskop und das halboffene Turmluk, sind gut zuerkennen Vorab hatten wir beim Briefing alles durchgesprochen und es wurden unterschiedliche TG's von den Teilnehmern durchgeführt. Das gesamte U-Boot wurde vom Bug bis zum Heck betaucht und alle waren begeistert vom guten Erhaltungszustand. Irgendwann ist aufgrund der Tiefe und Gasreserve die Besichtigung zu Ende und wir müssen bis zur 1.Dekostufe aufsteigen. Jetzt haben wir den wärmeren Teil des Tauchganges vor uns. Immerhin hat sich die Wassertemperatur verdoppelt, auf 8 Grad Celsius.
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